Forschungen

Disserationsprojekt

Albert Speers Medien- und Kulturpolitik zwischen 1937 und 1943/44. Ein Beitrag zur Rolle und Bedeutung des „Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt“ (GBI) im NS-Herrschaftssystem

„Die Presse sucht nach neuer Beute. Was kann ihr vorgeworfen werden?“ – diese Frage stammt nicht etwa aus einem der vielen Meetings, wie sie tagtäglich in PR-Agenturen, Stabsstellen für Öffentlichkeitsarbeit und PR in Universitäten, Unternehmen oder Behörden abgehalten werden. Nein, er findet sich vielmehr in einem Dokument, das sich im Aktenbestand des „Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt“ (GBI) im Bundesarchiv Berlin erhalten hat, jene Behörde unter Hitlers „Lieblingsarchitekten“ Albert Speer, die Berlin zur „Welthauptstadt Germania“ umbauen sollte. Dass Speer als GBI dabei eine ganz eigene Medienpolitik entwickeln und konsequent durchzuziehen wusste, ist bisher in der Speer-Forschung noch weitgehend unbekannt – und genau darum dreht sich mein Dissertationsprojekt.

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Editionsprojekt

Edition der „Chronik des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt Albert Speer“ bzw. „Chronik der Dienststellen des Reichsministers Albert Speer“ 1941 – 1945

Albert Speer ließ als „Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt“ (GBI) ab Januar 1941 ein Diensttagebuch  führen, die sog. „Chronik“. Um ihre Überlieferung rankt sich eine abenteuerlich  anmutende Geschichte, da in den Beständen des Bundesarchivs zwei Versionen vorhanden sind: zum einen die originale Version, wie sie von Speer engstem Mitarbeiter Rudolf Wolters ab 1941 geführt wurde und wie sie der wissenschaftlich interessierte Benutzer in den Lesesaal in Koblenz bestellen kann, und zum anderen – auf Mikrofilm – die Abschrift von 1964, die sich im Bestand R 3 (Rüstungsministerium) erhalten hat, allerdings erhebliche Streichungen aufweist und daher nicht in allen Passagen dem Original entspricht.

Ziel des Editionsprojekts ist, die originale „Chronik“ kommentiert mit allen Streichungen zu edieren und damit ortsungebunden der Geschichtswissenschaft zur Verfügung zu stellen.

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